Überprüfung des Ernährungszustandes

  • Hallo zusammen,


    mir wurde ein Aufnahme-/Entlassbericht negativ überprüft, unter anderem, weil der Ernährungszustand angeblich nicht gut gewesen wäre, sondern Zitat Überprüfer:

    Zitat


    Der BMI ist alles, aber kein guter Ernährungszustand


    Der Patient ist in diesem Fall männlich, 50 Jahre alt und wiegt 73kg auf 163cm. Bei einer einfachen Berechnung des BMI würde dieser bei 26,7 landen.


    Ich habe damit folgende Probleme:


    Der Ernährungszustand kann nur begrenzt objektiv durch den BMI bestimmt werden, da Alter, Sport, etc. mit einberechnet werden müssen.

    Würde man, wie ich beispielsweise, den BMI mittels offiziellem Rechner der TKK berechnen mit Einbeziehen des Alters, würde dieser bei einem Normalgewicht landen.

    Außerdem kann der BMI unter anderem auch durch Muskelmasse oder ähnliches "verfälscht" werden.


    Ich finde es ehrlich gesagt einfach etwas kleinlich, wegen solcher, nicht überprüfbarer, Sachen den Bericht negativ zu überprüfen da ein Patient im Erscheinungsbild (Ernährungszustand + Allgemeinzustand) komplett normal & gesund wirken kann, aber von der "Faktenlage" aus adipös ist (aber auch wieder abhängig vom Maßstab, den man anlegt!).


    Zudem gibt es unzählige unterschiedliche BMI-Skalen im Internet (siehe bspw. oben), die unterschiedliche Grenzwerte angeben.



    Deswegen folgende Vorschläge:

    • der BMI wird in Grenzfällen nicht bewertet bzw. akzeptiert wie vom Arzt beschrieben: "Roleplayaspekt": Patient ist beispielsweise sportlich, hat einen hohen Muskelanteil, etc.
    • der BMI wird klar festgelegt, es wird sich für eine offizielle Einordnung des Gewichts entschieden oder direkt eine Skala eingebunden, die für das Spiel allgemeingültig ist und klar festlegt: ab BMI XYZ egal welches Alter, welches Geschlecht, welcher AZ/EZ/Sportlichkeit ist die Person übergewichtig (z.B. einen Leitfaden zum Thema Ernährungs oder Allgemeinzustand, ist fürs echte Leben sicher auch nicht verkehrt)


    Ich finde solche Überprüfungskommentare einfach sehr eindimensional und frustrierend, da sie in keiner Weise helfen und viele mögliche Faktoren komplett ignorieren. Ich glaube eine klare Festlegung wäre da zielführend, damit das Überprüfungssystem noch objektiver wird.


    Grüße!

  • Gerne würde ich hier noch wissen, wie dein Ernährungszustand bzw. dessen Benennung im Protokoll aussieht, dann kann man sich hier auch nochmal ein Bild von der Dokumentenprüfer-Seite anschauen.

    "Pat. stellte sich wach und ansprechbar vor. Guter AZ. Guter EZ. Größe: 163cm; Gewicht 71kg.".


    Dem kann ich mich übrigens nur 100%ig anschließen. Wir haben genug Redundanzsysteme und wenn es in zwei Überprüfungsvorgängen zu der Bewertung des Berichtes kommt, dann ist es eben so.


    Aus meiner persönlichen Sicht ist es nunmal frustrierend. Ich behandele die Patienten über 10 Tage hinweg nach Leitfaden, schaue genau, dass alle Punkte der Leitfäden abgearbeitet und genau eingehalten werden und weshalb wird das Dokument negativ überprüft?


    Wegen eines Messwerts, der absolut unaussagekräftig ist, wenn nicht absolut genau eingeordnet.


    Wenn man schon so solche subjektiven Maßstäbe anlegt, dann bitte auch so, dass sie allgemeingültig und von jedem nachvollziehbar sind.


    Grüße :)

  • BMI von 26,7 ist aber auch bisschen zu viel und damit nicht mehr guter EZ.

  • BMI von 26,7 ist aber auch bisschen zu viel und damit nicht mehr guter EZ.

    Kommt ja wie gesagt auf die äußerlichen Umstände drauf an. EIn Sportler kann sich gut ernähren, trainieren, Muskelmasse haben und trotzdem einen "adipösen" BMI haben.


    Vielleicht verrenne ich mich gerade auch einfach ein bisschen da drin?


    Es geht mir hier nicht da drum, ungerechtfertigt Kritik an den Überprüfern oder dem Überprüfungssystem zu üben. Wenn das so rübergekommen ist, was aufgrund der Formulierung wahrscheinlich ist, tut es mir leid, das war nicht meine Absicht. Ich versuche das Spiel durch Feedback und Kritik für andere und neue Nutzer besser zu machen und Unklarheiten zu beseitigen. Deshalb benutze ich dieses Forum. Wenn ich dabei sage, dass mich etwas frustriert (Beispiel dieser Beitrag und dieser Beitrag), dann versetze ich mich hier auch in neue Nutzer rein, die das Spiel die ersten Male benutzen oder die noch keine (klinischen) Erfahrungen gemacht haben und die vielleicht aufgeschmissen sind.


    Ich will es erneut versuchen:


    Meine Essenz aus dem Beitrag hier sollte keine Kritik an der Überprüfung an sich sein, sondern einfach nur die Bitte um einen Leitfaden, der sich um den Allgemeinzustand und oder Ernährungszustand kümmert und für uns hier eine gute Grundlage bietet. Dieser könnte auch die allgemeine Erstuntersuchung bzw. den Untersuchungsbefund und eine Einordnung beinhalten und würde (eventuell auch bei den Kursen?) in die Kategorie der Grundlagen passen. Eventuell wird es ja in der Zukunft des Sims noch mehr Relevanz bezüglich des Patientenerscheinens bekommen.


    Grüße

  • Aber wenn du in deinem Befund auch gar keinen BMI geschrieben hast, wie oben beschrieben, ist es eben auch nicht vollständig.

    Die Angabe des BMIs ist laut Checkliste nicht erforderlich, da eine Beurteilung des AZ/EZs ausreicht. Eine Voll-/Unvollständigkeit ist hier momentan nicht der Diskussionspunkt. Wenn du findest, dass der BMI zum Untersuchungsbefund zusätzlich hinzugehört, könnte dies in einen eventuellen Leitfaden oder in die Checkliste mit aufgenommen werden. Dann würde das wahrscheinlich auch nochmal für mehr Klarheit sorgen.

    • Offizieller Beitrag

    Ich beziehe mich für einen Moment mal nur auf das Fachliche:


    der Ernährungszustand kann über den BMI bestimmt werden, wobei gilt (in Klammern so wie ich es üblicherweise in Befunde schreibe):

    • BMI < 20 = untergewichtig ("reduzierter EZ")
    • BMI 20-24,9 = normalgewichtig ("guter EZ")
    • BMI 25-29,9 = übergewichtig ("übergewichtiger EZ")
    • BMI > 30 = adipös ("adipöser EZ")

    Den Wunsch nach einem Grundlagenkurs, in dem solche Dinge und auch bspw. die Frage "was gehört alles zu einer körperlichen Untersuchung dazu" erklärt werden, finde ich nachvollziehbar, das wird sich einrichten lassen.



    Der zweite Punkt ist dann ja der gegenseitige Frust zwischen Überprüftem und Überprüfenden, bei dem wegen kleinerer oder größerer Mängel ein Dokument abgelehnt wird. Ich verstehe beides, sowohl den Frust, eine lange Behandlung dann nicht für den FA angerechnet zu bekommen, aber auch (das hat Maurice ja zitiert) den Frust auf Seiten der Überprüfenden wegen ewiger Diskussionen. Ich habe schon Gedanken dazu, wie das System da noch weiter verbessert werden kann, um den beiderseitigen Frust zu reduzieren. Das muss ich aber noch mal zu Ende durchdenken und das müssen wir intern noch ein bisschen abstimmen. Ich berichte im Verlauf erneut. ;)

  • Der zweite Punkt ist dann ja der gegenseitige Frust zwischen Überprüftem und Überprüfenden, bei dem wegen kleinerer oder größerer Mängel ein Dokument abgelehnt wird. Ich verstehe beides, sowohl den Frust, eine lange Behandlung dann nicht für den FA angerechnet zu bekommen, aber auch (das hat Maurice ja zitiert) den Frust auf Seiten der Überprüfenden wegen ewiger Diskussionen. Ich habe schon Gedanken dazu, wie das System da noch weiter verbessert werden kann, um den beiderseitigen Frust zu reduzieren. Das muss ich aber noch mal zu Ende durchdenken und das müssen wir intern noch ein bisschen abstimmen. Ich berichte im Verlauf erneut. ;)


    Als Vorschlag:

    Eventuelles Anonymisieren der Berichte sodass man schon mal nicht sagen kann "Du bist kacke, bei dir suche ich extra Fehler"



    //Im Nachhinein wurde mir klar ... das funktioniert nicht aufgrund der Unterschrift :D - Also revidieren.

    • Offizieller Beitrag

    Kurzes Update (erklärender und noch nicht einführender Weise, da die Zeit gerade etwas eng ist):


    Wir werden die Checklisten dahingehend überarbeiten, dass die einzelnen Items eine Punktzahl zugeordnet bekommen (z.B. für AZ und EZ je 1 Punkt, für ein adäquates Aufnahmelabor 10, für Labor-Kontrolle vor Entlassung 5 usw.) Die Dokumente bekommen dann eine Mindestpunkteanzahl zugeordnet, die für eine positive Bewertung erreicht werden muss. So bleibt etwas Spielraum, damit ein im Prinzip vernünftiger Bericht nicht wegen einer Kleinigkeit negativ bewertet wird und gleichzeitig braucht es nicht mehr so viel Diskussion um ebenjene Kleinigkeiten. :)

  • Kurzes Update (erklärender und noch nicht einführender Weise, da die Zeit gerade etwas eng ist):


    Wir werden die Checklisten dahingehend überarbeiten, dass die einzelnen Items eine Punktzahl zugeordnet bekommen (z.B. für AZ und EZ je 1 Punkt, für ein adäquates Aufnahmelabor 10, für Labor-Kontrolle vor Entlassung 5 usw.) Die Dokumente bekommen dann eine Mindestpunkteanzahl zugeordnet, die für eine positive Bewertung erreicht werden muss. So bleibt etwas Spielraum, damit ein im Prinzip vernünftiger Bericht nicht wegen einer Kleinigkeit negativ bewertet wird und gleichzeitig braucht es nicht mehr so viel Diskussion um ebenjene Kleinigkeiten. :)


    Interessante Lösung, versuchen wirs mal. Aber ich denke die Diskussionen werden nicht aufhören :D

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